Das Interessante ist natürlich, dass wir, als Menschengeschlecht wie als Individuen, mit der Tatsache, dass alles sehr unordentlich ist, in uns drin wie um uns herum, eigentlich prima leben können. Wir wursteln fort, wie Robert Musil das so schön genannt hat, die ganze Menschheitsgeschichte und jedes Menschenleben ist ein Fortwursteln, basierend auf einer dürftigen Übersicht und fadenscheinigen Begründungen. Ich fände es nun schön und fortschrittlich und dem gegenwärtigen Stand unserer Zivilisation angemessen, wenn man diesem allgemeinen Durcheinander zumindest in Diskussionen weiterhin Tribut zollen würde, statt mit der Simplifizierung, der groben Reibe zu hantieren, bloß weil sich damit womöglich kurzfristig größerer Erfolg einstellt.